35 Jahre ÜAG und 30 Jahre Standort Ilmstraße
Ein Jubiläum, das verbindet
Am 1. Oktober gab es bei uns gleich doppelten Grund zur Freude. Gemeinsam feierten wir das 35jährige Firmenjubiläum unserer ÜAG und 30jähriges Bestehen unseres Hauptstandortes in Jena. Bei schönstem Spätsommerwetter kamen Kolleginnen und Kollegen, zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden zusammen und zeigten die starke Vernetzung in unserer Region. Unter ihnen durften wir auch die erste Geschäftsführerin der ÜAG Ursula Hoppe begrüßen, die es sich nicht nehmen ließ die wunderbare Geburtstagstorte mit dem amtierenden Geschäftsführer Georg Hädicke anzuschneiden.
Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wurden überall auf dem Gelände Erinnerungen geteilt, gemeinsame Erfolge gewürdigt und neue Kontakte geknüpft. Für viele Ehemalige wurde das Fest zu einem besonderen Wiedersehen. Sie genossen die vertrauten Begegnungen, den Austausch über frühere gemeinsame Jahre und den Blick auf die heutige Entwicklung der ÜAG. In den vielen positiven Gesprächen wurde deutlich, wie eng die Verbundenheit mit dem Unternehmen bis heute besteht. Die große Wertschätzung für unser Engagement und die langjährigen Erfolge, kamen auch in den Grußworten unserer Gastredner Hr. Koppe (Bürgermeister und Finanzdezernent), Hr. Scholz (Geschäftsführer der Arbeitsagentur Ostthüringen), Hr. Welsch (Geschäftsführer des Jobcenters Jena), Hr. Scherer (Beirat und Vertreter der JUL gGmbH sowie Fr. Osse (Auswege e.V.) und Fr. Walther (Sparkasse Jena) deutlich zum Ausdruck.
Viele der inzwischen 65 Projekte und wichtigen Organisationsbereiche gaben lebendige Einblicke in ihre Arbeit. Dabei wurde anschaulich, wie Bildung, Beratung und individuelle Förderung ineinandergreifen und mit welchem Engagement unsere Kolleginnen und Kollegen Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe begleiten.
Besondere Aufmerksamkeit galt dem modernisierten Hauptstandort. Das sanierte Gebäude in der Ilmstraße präsentierte sich als sichtbares Zeichen für Entwicklung und Zukunftsfähigkeit. Viele Gäste erkundeten die erneuerten Räumlichkeiten und überzeugten sich von den hervorragenden Voraussetzungen für unsere Teilnehmenden und Mitarbeitenden
„35 Jahre ÜAG und 30 Jahre Ilmstraße sind ein starkes Zeichen für Kontinuität, Qualität und Zukunftsfähigkeit. Die großartige Atmosphäre, das vielfältige Publikum und die vielen wertschätzenden Gespräche haben gezeigt, wie eng die ÜAG mit ihren Partnern und der Region verbunden ist“, betonte Geschäftsführer Georg Hädicke. Aus einer Idee, Menschen neue Perspektiven zu geben, ist ein starkes, anerkanntes Unternehmen und ein verlässlicher Bildungs- und Integrationspartner für Jena, den Saale-Holzland-Kreis und Ostthüringen entstanden.
Ein Fest dieser Größenordnung gelingt nur durch das Zusammenspiel vieler helfender Hände. Deshalb gilt ein besonderer Dank allen Kolleginnen und Kollegen, die geplant, organisiert, vorbereitet, aufgebaut, präsentiert, betreut und im Hintergrund koordiniert haben. Zahlreiche kleine und große Aufgaben mussten bewältigt werden. Vieles davon für die Gäste kaum sichtbar, für den reibungslosen Ablauf aber unverzichtbar. Dieses Engagement hat entscheidend dazu beigetragen, dass aus dem Jubiläum ein rundum gelungenes gemeinsames Erlebnis wurde.
Unsere Jubiläumsfeier war Rückblick und Aufbruch zugleich. Sie zeigte, was wir gemeinsam erreicht haben und wie viel Potenzial in unserem Miteinander liegt. Die Begegnungen, die positive Resonanz und die spürbare Verbundenheit geben uns allen Grund, stolz zu sein und selbstbewusst nach vorn zu schauen. Der Tag erinnerte an wichtige Meilensteine und machte zugleich sichtbar, was unser Unternehmen auszeichnet: engagierte Menschen, vielfältige Ideen und der gemeinsame Wille, Perspektiven zu schaffen.
Georg Hädicke
Neue Wege für die berufliche Orientierung in Jena

Neue Wege für die Berufliche Orientierung in Jena
Die ÜAG entwickelt ihr Angebot der praxisnahen Beruflichen Orientierung in Jena weiter: Ein zusätzlicher Standort, ein erweiterter Teilnehmerkreis und drei neue Kolleginnen und Kollegen schaffen neue Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler.
Berufliche Orientierung zum Ausprobieren – das gibt es bei der ÜAG schon seit vielen Jahren. Berufsfelderkundungen und Berufsfelderprobungen gehören zu den bewährten Angeboten. Schülerinnen und Schüler erhalten dabei die Möglichkeit, verschiedene berufliche Tätigkeiten praktisch auszuprobieren, eigene Erfahrungen zu sammeln und ihre Interessen und Stärken zu entdecken.
Mehr Schülerinnen und Schüler können teilnehmen
In Jena richtete sich das Angebot der ÜAG bislang ausschließlich an Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Mit der Weiterentwicklung des Projektes wird der Teilnehmerkreis nun erweitert. Künftig können auch Schülerinnen und Schüler weiterer Schulformen und Zielgruppen an den Berufsfelderkundungen und Berufsfelderprobungen teilnehmen.
Dabei geht es vor allem ums praktische Ausprobieren: Die Schülerinnen und Schüler führen typische Tätigkeiten aus, arbeiten mit Werkzeugen und Materialien, stellen eigene Produkte her und erleben Arbeitsabläufe ganz unmittelbar. So können sie herausfinden, welche Tätigkeiten ihnen liegen, wo ihre Stärken liegen und welche beruflichen Bereiche sie weiter erkunden möchten.
Bewährte Berufsfelder jetzt auch für Jena
Mit der Erweiterung des Teilnehmerkreises wird auch das bereits bestehende Berufsfeldangebot der ÜAG für Jena entsprechend erweitert. Dazu gehören unter anderem Mediengestaltung, Holz, Gesundheit & Soziales, Hotel und Gastronomie, Lager, Büro und Verkauf.
Neu sind diese Berufsfelder für die ÜAG nicht: Im Saale-Holzland-Kreis führt die ÜAG Berufsfelderkundungen und Berufsfelderprobungen bereits seit längerem in einem breiteren Berufsfeldangebot durch und wird dies auch weiterhin tun. Die dort gesammelten Erfahrungen können nun auch für die Weiterentwicklung des Angebotes in Jena genutzt werden.
Neuer Standort in der Löbstedter Straße
Der Hauptstandort der Beruflichen Orientierung in Jena befindet sich in der Ilmstraße 1. Neu hinzugekommen ist die Löbstedter Straße 47a. Gemeinsam mit dem weiteren Praxisstandort Am Steinbach 15 stehen damit drei gut erreichbare Standorte für die Berufliche Orientierung zur Verfügung. Die unterschiedlichen Standorte ermöglichen es, verschiedene Berufsfelder unter passenden räumlichen und fachlichen Bedingungen durchzuführen.
Drei neue Kolleginnen und Kollegen im Team
Mit dem Ausbau des Angebotes wächst auch das Team. Drei neue Kolleginnen und Kollegenverstärken künftig die Berufliche Orientierung der ÜAG.
Sie bringen ihre fachlichen Erfahrungen und Perspektiven ein und unterstützen dabei, die Schülerinnen und Schüler während ihrer praktischen Erfahrungen zu begleiten. Gemeinsam mit dem bestehenden Team schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass Berufliche Orientierung nicht nur theoretisch bleibt, sondern tatsächlich erlebt, ausprobiert und angefasst werden kann.
Ausprobieren. Entdecken. Perspektiven entwickeln.
Mit der Weiterentwicklung der Beruflichen Orientierung geht die ÜAG in Jena einen weiteren Schritt. Unser Ziel bleibt dabei dasselbe: Junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Stärken zu entdecken, Erfahrungen zu sammeln und eine realistische Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft zu entwickeln.
Fünf Jahre gemeinsam Zukunft gestalten

In diesem Jahr blicke ich auf fünf Jahre als Geschäftsführer der ÜAG gGmbH und der inJENA gGmbH zurück. Es waren intensive, bewegte und zugleich sehr erfüllende Jahre.
Maßgeblich ist es uns gemeinsam gelungen, unser Unternehmen weiterzuentwickeln, nachhaltig zu wachsen und zukunftsfit aufzustellen. Wir haben Strukturen gestärkt, Prozesse weiterentwickelt und neue Impulse gesetzt. Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer klaren strategischen Ausrichtung und des täglichen Engagements vieler Menschen. Teamarbeit, Engagement, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, Veränderungen aktiv mitzugestalten, sehe ich dafür ausschlaggebend in unserer täglichen Arbeit. Dieses Miteinander ist die Grundlage unseres Erfolgs.
Ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Entwicklung ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern, Gesellschaftern und dem Beirat. Der offene Dialog, konstruktive Impulse und die gemeinsame Verantwortung für die strategische Ausrichtung unserer Unternehmen geben Stabilität und Orientierung. Auch unser starkes regionales Netzwerk trägt maßgeblich dazu bei, neue Perspektiven zu eröffnen, Synergien zu nutzen und unsere Angebote kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Unser Anspruch geht dabei über wirtschaftliches Wachstum hinaus. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Region und für die Menschen, die wir begleiten. Perspektiven zu schaffen, Chancen zu eröffnen und Entwicklung zu ermöglichen, das ist unser gemeinsamer Auftrag.
Ich bin dankbar für das Vertrauen, die Zusammenarbeit und das starke Team, das unsere Unternehmen trägt, ebenso wie für die verlässliche Unterstützung unserer Partner und Gremien. Gemeinsam haben wir viel erreicht, und gemeinsam werden wir auch die kommenden Herausforderungen erfolgreich gestalten.
Beitritt zum Paritätischen Thüringen

ÜAG gGmbH tritt dem Paritätischen Thüringen bei
Seit dem 01. Mai 2026 ist die ÜAG gGmbH offizielles Mitglied im Paritätischen Thüringen. Mit diesem Schritt stärkt die ÜAG ihr Engagement im sozialen Sektor und erweitert gezielt ihre Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen gemeinnützigen Organisationen und Trägern in der Region.
Der Paritätische Thüringen bietet als Dachverband ein starkes Netzwerk, das den fachlichen Austausch und die Kooperation zwischen unterschiedlichen sozialen Einrichtungen fördert. Für die ÜAG gGmbH eröffnet die Mitgliedschaft neue Chancen, sich aktiv in dieses Netzwerk einzubringen, voneinander zu lernen und gemeinsam innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
Ein besonderer Mehrwert liegt in den vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten: Regelmäßige Fachveranstaltungen, Arbeitskreise und themenspezifische Treffen ermöglichen es, Kontakte zu knüpfen und bestehende Partnerschaften zu vertiefen. Dadurch können Synergien genutzt und Projekte effizienter umgesetzt werden.
Mit der Mitgliedschaft im Paritätischen Thüringen setzt die ÜAG gGmbH ein klares Zeichen für Qualität, Zusammenarbeit und Weiterentwicklung – zum Nutzen der Mitarbeitenden, der Partnerorganisationen und vor allem der Menschen, die von den Angeboten profitieren.
Wir freuen uns sehr über die Aufnahme und die künftige Zusammenarbeit.
Ein sicherer Ort für junge Menschen in Kahla

Seit dem Sommer 2022 sind wir mit unseren Projekten „MIT“ und „TIZIAN SHK“ in Kahla aktiv und unterstützen Menschen in herausfordernden Lebenssituationen mit Orientierung, Qualifizierung und neuen Perspektiven. Unsere Arbeit ist fest in der Region verankert – in enger Abstimmung mit Partnern und dem Saale-Holzland-Kreis.
Nun entsteht in der Bachstraße ein weiteres wichtiges Angebot:
Eine stationäre Wohngruppe für elf junge Menschen aus dem Saale-Holzland-Kreis, ergänzt um Inobhutnahmeplätze für akute Krisensituationen.
Verantwortung für unsere Region
Mit der neuen Wohngruppe reagieren wir gezielt auf bestehende Bedarfe im Saale-Holzland-Kreis. Der Bedarf an wohnortnahen stationären Jugendhilfeplätzen ist seit Jahren vorhanden. Ziel unserer Einrichtung ist es, diese Bedarfe vor Ort zu decken – damit Kinder und Jugendliche aus dem Saale-Holzland-Kreis nicht in andere Landkreise verlegt werden müssen.
Gerade für junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen ist es wichtig, in ihrer vertrauten Region bleiben zu können – in erreichbarer Nähe zu Familie, Schule, Ausbildungsbetrieben und sozialen Bezugspersonen. Die neue Einrichtung stärkt somit die regionale Jugendhilfestruktur und übernimmt Verantwortung für junge Menschen aus dem eigenen Landkreis.
Ein Haus mit Geschichte – und Zukunft
Das Gebäude in der Bachstraße bietet sich für diese Nutzung in besonderer Weise an. Es war der Kindergarten des ehemaligen Porzellanwerks Kahla – ein Ort, der schon immer jungen Menschen gewidmet war. Diese Tradition führen wir fort: Das Haus bleibt ein Ort für junge Menschen, nun in Form einer stationären Jugendhilfeeinrichtung.
Zwischen historischen Mauern entsteht ein geschützter Raum zum Ankommen, Stabilisieren und Neuorientieren.
Wen wir unterstützen
In der Wohngruppe werden überwiegend deutsche Jugendliche betreut, die aus unterschiedlichen Gründen vorübergehend nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können. Dabei handelt es sich um junge Menschen mit sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf – etwa aufgrund familiärer Krisen, Überforderungssituationen oder persönlicher Entwicklungsprobleme.
Es geht nicht um eine sicherheitsrechtliche Unterbringung, sondern um eine klassische Maßnahme der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Sozialgesetzbuch VIII.
Fachlich begleitet – rund um die Uhr
Die Einrichtung wird durch ein multiprofessionelles Team aus rund zehn pädagogischen Fachkräften betreut. Die Begleitung erfolgt 24 Stunden am Tag. Ziel ist es, Stabilität zu schaffen, schulische und berufliche Perspektiven zu entwickeln sowie soziale Kompetenzen zu stärken.
Ergänzend wird eine Inobhutnahmestelle geschaffen, um jungen Menschen in akuten Krisen schnell und verlässlich Schutz zu bieten.
Ein ruhiger und verantwortungsvoller Beitrag
Vergleichbare Einrichtungen bestehen vielerorts in Wohngebieten und arbeiten in der Regel ruhig, strukturiert und unauffällig. Für die Bürgerinnen und Bürger in Kahla sowie für die unmittelbare Nachbarschaft ergeben sich daraus keine besonderen Risiken oder Gefährdungen.
Mit der Wohngruppe in Kahla entsteht kein Konfliktort, sondern ein Ort der Stabilisierung, Entwicklung und Perspektive – für junge Menschen aus dem Saale-Holzland-Kreis und für eine starke, verantwortungsbewusste Region.
Qualität strukturell verankert

Mit inzwischen über 60 Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern hat die Schulbegleitung eine zentrale Bedeutung innerhalb der ÜAG gGmbH. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde in einem rund anderthalbjährigen Entwicklungsprozess ein verbindliches Qualitätshandbuch erarbeitet.
Ein engagiertes Kernteam aus der Praxis entwickelte gemeinsam mit Führungskräften und unter fachlicher Begleitung sowie Moderation von Doris Voll klare Standards und Prozesse.
Im Rahmen der offiziellen Vorstellung dankten wir für die Grußworte von
Johannes Schleußner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport der Stadt Jena,
sowie Herr Wohland, Fachdienstleiter Jugendhilfe Stadt Jena.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Präsentation der Evaluationsergebnisse des Modellprojekts an der Werkstattschule Jena.
Die Vorstellung übernahmen Frau Kreller als Bereichsleiterin Schulbegleitung sowie Herr Haschke/Schulleiter Werkstattschule.
Die Befragung von Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern, Lehrkräften sowie Eltern zeigt:
• hohe Zufriedenheit aller Beteiligten
• deutliche Entlastung im Unterricht
• positive Wirkung auf Stabilität und Teilhabe
• klare Unterstützung für die Fortführung
Das Modellprojekt wird fortgesetzt, ein starkes Zeichen für nachhaltige Qualitätsarbeit.