Fünf Jahre gemeinsam Zukunft gestalten

Im Monat März blicke ich auf fünf Jahre als Geschäftsführer der ÜAG gGmbH und der inJENA gGmbH zurück. Es waren intensive, bewegte und zugleich sehr erfüllende Jahre.

Maßgeblich ist es uns gemeinsam gelungen, unser Unternehmen weiterzuentwickeln, nachhaltig zu wachsen und zukunftsfit aufzustellen. Wir haben Strukturen gestärkt, Prozesse weiterentwickelt und neue Impulse gesetzt. Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer klaren strategischen Ausrichtung und des täglichen Engagements vieler Menschen. Teamarbeit, Engagement, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, Veränderungen aktiv mitzugestalten, sehe ich dafür ausschlaggebend in unserer täglichen Arbeit. Dieses Miteinander ist die Grundlage unseres Erfolgs.

Ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Entwicklung ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern, Gesellschaftern und dem Beirat. Der offene Dialog, konstruktive Impulse und die gemeinsame Verantwortung für die strategische Ausrichtung unserer Unternehmen geben Stabilität und Orientierung. Auch unser starkes regionales Netzwerk trägt maßgeblich dazu bei, neue Perspektiven zu eröffnen, Synergien zu nutzen und unsere Angebote kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Unser Anspruch geht dabei über wirtschaftliches Wachstum hinaus. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Region und für die Menschen, die wir begleiten. Perspektiven zu schaffen, Chancen zu eröffnen und Entwicklung zu ermöglichen, das ist unser gemeinsamer Auftrag.

Ich bin dankbar für das Vertrauen, die Zusammenarbeit und das starke Team, das unsere Unternehmen trägt, ebenso wie für die verlässliche Unterstützung unserer Partner und Gremien. Gemeinsam haben wir viel erreicht, und gemeinsam werden wir auch die kommenden Herausforderungen erfolgreich gestalten.

Georg Hädicke

Ein sicherer Ort für junge Menschen in Kahla

Seit dem Sommer 2022 sind wir mit unseren Projekten „MIT“ und „TIZIAN SHK“ in Kahla aktiv und unterstützen Menschen in herausfordernden Lebenssituationen mit Orientierung, Qualifizierung und neuen Perspektiven. Unsere Arbeit ist fest in der Region verankert – in enger Abstimmung mit Partnern und dem Saale-Holzland-Kreis.
Nun entsteht in der Bachstraße ein weiteres wichtiges Angebot:
Eine stationäre Wohngruppe für elf junge Menschen aus dem Saale-Holzland-Kreis, ergänzt um Inobhutnahmeplätze für akute Krisensituationen.
Verantwortung für unsere Region
Mit der neuen Wohngruppe reagieren wir gezielt auf bestehende Bedarfe im Saale-Holzland-Kreis. Der Bedarf an wohnortnahen stationären Jugendhilfeplätzen ist seit Jahren vorhanden. Ziel unserer Einrichtung ist es, diese Bedarfe vor Ort zu decken – damit Kinder und Jugendliche aus dem Saale-Holzland-Kreis nicht in andere Landkreise verlegt werden müssen.
Gerade für junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen ist es wichtig, in ihrer vertrauten Region bleiben zu können – in erreichbarer Nähe zu Familie, Schule, Ausbildungsbetrieben und sozialen Bezugspersonen. Die neue Einrichtung stärkt somit die regionale Jugendhilfestruktur und übernimmt Verantwortung für junge Menschen aus dem eigenen Landkreis.
Ein Haus mit Geschichte – und Zukunft
Das Gebäude in der Bachstraße bietet sich für diese Nutzung in besonderer Weise an. Es war der Kindergarten des ehemaligen Porzellanwerks Kahla – ein Ort, der schon immer jungen Menschen gewidmet war. Diese Tradition führen wir fort: Das Haus bleibt ein Ort für junge Menschen, nun in Form einer stationären Jugendhilfeeinrichtung.
Zwischen historischen Mauern entsteht ein geschützter Raum zum Ankommen, Stabilisieren und Neuorientieren.
Wen wir unterstützen
In der Wohngruppe werden überwiegend deutsche Jugendliche betreut, die aus unterschiedlichen Gründen vorübergehend nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können. Dabei handelt es sich um junge Menschen mit sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf – etwa aufgrund familiärer Krisen, Überforderungssituationen oder persönlicher Entwicklungsprobleme.
Es geht nicht um eine sicherheitsrechtliche Unterbringung, sondern um eine klassische Maßnahme der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Sozialgesetzbuch VIII.

Fachlich begleitet – rund um die Uhr
Die Einrichtung wird durch ein multiprofessionelles Team aus rund zehn pädagogischen Fachkräften betreut. Die Begleitung erfolgt 24 Stunden am Tag. Ziel ist es, Stabilität zu schaffen, schulische und berufliche Perspektiven zu entwickeln sowie soziale Kompetenzen zu stärken.
Ergänzend wird eine Inobhutnahmestelle geschaffen, um jungen Menschen in akuten Krisen schnell und verlässlich Schutz zu bieten.
Ein ruhiger und verantwortungsvoller Beitrag
Vergleichbare Einrichtungen bestehen vielerorts in Wohngebieten und arbeiten in der Regel ruhig, strukturiert und unauffällig. Für die Bürgerinnen und Bürger in Kahla sowie für die unmittelbare Nachbarschaft ergeben sich daraus keine besonderen Risiken oder Gefährdungen.

Mit der Wohngruppe in Kahla entsteht kein Konfliktort, sondern ein Ort der Stabilisierung, Entwicklung und Perspektive – für junge Menschen aus dem Saale-Holzland-Kreis und für eine starke, verantwortungsbewusste Region.